Berufsausbildung an der MED-ECOLE

Berufstätigkeit im Bereich Rettungsdienst

Noch vor wenigen Jahren konnten wir für einen Notfallpatienten oft nur eines tun: ihn mit Blaulicht, Martinshorn und Bleifuß schnellstmöglich ins nächste Krankenhaus fahren. Eine Erstversorgung am Notfallort fand natürlich statt, aber die Möglichkeiten waren noch begrenzt. Wichtige medizintechnische Gerätschaften eigneten sich nur für den stationären Einsatz. Entscheidende lebenserhaltende Maßnahmen blieben den Mitarbeitern der Notaufnahmen vorbehalten.


Das hat sich bis heute entscheiden geändert. Moderne Rettungsfahrzeuge sind Intensivstationen auf vier Rädern und nahezu jede klinische Gerätschaft steht in mobiler Ausführung zur Verfügung steht. Auch die modernen Notfallmedikamente wurden in ihrer Zusammensetzung verbessert, sind leichter zu dosieren und besser verträglich. So kann die Therapie fürs Überleben heutzutage bereits am Notfallort beginnen und die Fahrt ins Krankenhaus wird in den allermeisten Fällen erst dann angetreten, wenn wir die körperliche Verfassung des Patienten stabilisiert haben.

Ein gesetzlich geregelter Ausbildungsberuf: Rettungsassistent/in

Die heutige Versorgung von Notfallpatienten stellt hohe Anforderungen an Qualifikation und Kompetenz der im Rettungsdienst tätigen Mitarbeiter. Wir müssen umfangreich und sehr gut ausgebildet sein, mit den psychischen Anforderungen umgehen können und uns ständig fortbilden. Der Gesetzgeber trug diesem Umstand Rechnung und reagierte Ende der 80er Jahre mit einer Neuordnung der Berufe im Rettungsdienst. Vorher gab es die Unterscheidung in Rettungshelfer und Rettungssanitäter. Mit dem neuen Rettungsassistentengesetz (RettAssG) samt Ausbildungs- und Prüfungsordnung (RettAssAPrV) wurden erstmals verbindliche und auf Bundesebene einheitliche Regeln geschaffen. Somit ist der Rettungsassistent bis heute der einzige gesetzlich geregelte Ausbildungsberuf im Rettungsdienst in Deutschland.

Die Ausbildung zum Rettungsassistenten erfolgt in Stufen. Vergleicht man sie mit einem Lehrberuf, entsprechen die Qualifikation des Rettungshelfers der des Auszubildenden vor der Gesellenprüfung  und die des Rettungssanitäters dem Gesellen nach der Prüfung. Der Rettungsassistent ist demnach der Meister im Rettungswesen. Abhängig vom jeweiligen Ausbildungsstand eröffnen sich unterschiedliche berufliche Perspektiven und Aufstiegschancen sowie Fortbildungsmöglichkeiten.

Weiterbildungsmöglichkeiten im Rettungsdienst

Lehrrettungsassistent/in (LRA)

Lehrrettungsassistenten betreuen insbesondere rettungsdienstliche Nachwuchskräfte während der Praktika und im Anerkennungsjahr. Die Weiterbildung ist wesentliche Voraussetzung für die Tätigkeit an einer Lehrrettungswache. Mitarbeiter mit dieser Zusatzqualifikation übernehmen darüber hinaus die Organisation und Durchführung innerbetrieblicher Fortbildungen.

Luftrettungsausbildung (LuftRA)

Für die Luftrettung mit Hubschraubern wird zukünftig grundsätzlich ein Besatzungsmitglied vorgeschrieben, das den Piloten während des Einsatzes unterstützt. In den meisten Fällen wird in der Luftrettung der Rettungsassistent als Assistent des Piloten und des Notarztes eine Doppelfunktion zu bewältigen haben.

Organisatorischer Leiter/-in Rettungsdienst (OrgL)

Großschadenereignisse erfordern meist den Einsatz zahlreicher Rettungskräfte. Ihre Tätigkeit ist mit denen von Feuerwehr, Polizei, THW und anderen Einsatzgruppen in kürzester Zeit zu koordinieren und mit der Rettungsleitstelle unablässig abzustimmen. Nur Experten können die damit verbundenen logistischen und organisatorischen Anforderungen bewältigen. Die medizinische Einsatzleitung liegt deshalb üblicherweise in den Händen eines Leitenden Notarztes und eines Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL). Dem OrgL obliegen Einsatztaktik und Logistik. Er legt u. a. die Einsatzabschnitte fest, er ordert Rettungskräfte und Material und koordiniert den Transport der Patienten in Krankenhäuser und Auffanglager.

Dozent/-in im Rettungsdienst (DiRD)

Dozenten/-innen im Rettungsdienst sind Rettungsassistenten/-innen, die überwiegend für die fachtheoretische und fachpraktische Aus- und Fortbildung im Rettungsdienst zuständig sind. Sie arbeiten haupt- oder nebenberuflich an staatlich anerkannten Rettungsdienstschulen. Sie erarbeiten aber auch Ausbildungsprogramme in der Notfallrettung und sind gleichzeitig für die Fortbildungsgestaltung bei Rettungsdienstbetreibern oder Krankentransportunternehmen zuständig. Sie wirken bei der Entwicklung von Lehr- und Lernunterlagen mit und sind für die fachpraktische und fachtheoretische Ausbildung im organisatorischen Bereich gleichwertige Partner der Ärzte.

ALS-Provider
In diesem Kurs wird die Umsetzung der weltweit abgestimmten Notfall- und Wiederbelebungsrichtlinien vermittelt. Als international anerkannter Ausbildungslehrgang des European Resuscitation Council (ERC) wird er in ganz Europa angeboten und einheitlich durchgeführt. Der Unterricht wird von ausgebildeten Lehrkräften des ERC gestaltet und besteht aus Vorträgen, fachlichen Diskussionen und praktischen Übungen.


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