Informationen für Berufseinsteiger
Liebe Leserin, lieber Leser,
Du möchtest eine Ausbildung im Bereich Rettungsdienst machen, warst bisher aber noch nicht im Rettungswesen tätig. Wir haben diesen Artikel für Dich geschrieben. Er soll Dir einen ersten Eindruck über Dein späteres Arbeitsgebiet vermitteln.
Noch vor wenigen Jahren konnten wir für einen Notfallpatienten oft nur eines tun: ihn mit Blaulicht, Martinshorn und Bleifuß schnellstmöglich ins nächste Krankenhaus fahren. Eine Erstversorgung am Notfallort fand natürlich statt, aber die Möglichkeiten waren noch begrenzt. Wichtige medizintechnische Gerätschaften waren unhandlich und schwer. Sie brauchten Strom aus der Steckdose und eigneten sich so nur für den stationären Einsatz. Entscheidende lebenserhaltende Maßnahmen blieben den Mitarbeitern der Notaufnahmen vorbehalten.
Da hat sich glücklicherweise vieles entscheidend verändert. Moderne Rettungsfahrzeuge sind Intensivstationen auf vier Rädern. Dem technischen Fortschritt verdanken wir es, daß uns heutzutage fast jede klinische Gerätschaft auch in mobiler Ausführung zur Verfügung steht. Die Geräte sind klein und handlich geworden. Sie haben Akkus und brauchen keine Steckdosen mehr. Auch die modernen Notfallmedikamente wurden in ihrer Zusammensetzung verbessert, sind leichter zu dosieren und besser verträglich. So kann die Therapie fürs Überleben heutzutage bereits am Notfallort beginnen, und die Fahrt ins Krankenhaus wird im Gegensatz zu früher in den allermeisten Fällen erst dann angetreten, wenn wir die körperliche Verfassung des Patienten stabilisiert haben.
Die heutige Versorgung von Notfallpatienten stellt natürlich ganz andere Anforderungen an Qualifikation und Kompetenz der im Rettungsdienst tätigen Mitarbeiter. Wir müssen umfangreich und sehr gut ausgebildet sein und uns ständig fortbilden. Der Gesetzgeber trug dem Rechnung. Er reagierte Ende der 80er Jahre mit einer Neuordnung der Berufe im Rettungsdienst. Dem Rettungshelfer und Rettungssanitäter wurde das Berufsbild des Rettungsassistenten hinzugefügt. Jeder Vergleich hinkt, aber lass uns die drei Ausbildungen mal mit einem Lehrberuf vergleichen. Gemessen an Kompetenz und Fachwissen könnte man den Rettungshelfer mit einem Lehrling kurz vor der Gesellenprüfung vergleichen, während ein Rettungssanitäter diese Prüfung bereits hinter sich hat. Der Rettungsassistent ist dann quasi der Meister. Vom jeweiligen Ausbildungsstand hängen natürlich die beruflichen Möglichkeiten ab. Genaue Informationen hierzu findest Du auf den speziellen Informationsseiten zu den von uns durchgeführten Lehrgängen.
Lass uns aber an dieser Stelle auch noch über persönliche Voraussetzungen sprechen. Für welche Tätigkeit im Rettungsdienst Du Dich jetzt auch entscheidest, freue Dich auf interessante, abwechslungsreiche und spannenden Aufgaben. Du wirst Menschen helfen. Das ist immer ein gutes Gefühl. Bedenken solltest Du aber auch mögliche psychische Anforderungen. Nicht jeder Einsatz ist erfolgreich, nicht jede Reanimation gelingt. In unseren Ausbildungen und Seminaren gehen wir darauf ein und werden Dir bestimmte Techniken zur Stressbewältigung vorstellen. Im Umgang mit Patienten und Angehörigen zählen Einfühlungsvermögen und manch ein beruhigendes Wort, das tröstet und Mut macht. Körperlich solltest Du fit sein und Spaß an Fein- und Präzisionsarbeiten haben.
Wir wünschen Dir jetzt einen guten Start ins Berufsleben! Beste Chancen wirst Du mit einer guten und umfangreichen Ausbildung haben. Und die wollen wir Dir gerne vermitteln.
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